links ein Störer mit der Aufschrift Checkliste 2026 für Hotels und Gastronomen recht eine weibliche Servicekraft, die gerade in einem restaurant einen Tisch eindeckt

2026-Checkliste für Hotels & Gastronomen: E-Rechnung, barrierefreie Website, Preise & mehr – einfach erklärt

Rechts eine Servicekraft, die gerade im Restaurant einen Tisch eindeckt, links ein Störer mit Text 2026-Checkliste für Hotels und Gastronomen

2026-Checkliste für Hotels & Gastronomie: E-Rechnung, barrierefreie Website, Preise & mehr – einfach erklärt

2026 bringt echte To-dos für Inhaberbetriebe: neue Pflichten (E-Rechnung), laufende Umstellungen (digitale Barrierefreiheit), Preisthemen (Mindestlohn/Mehrwertsteuer), plus saubere Basics in Kasse, PMS und Buchungsmaschine. Mit der folgenden Liste erledigen Sie alles Schritt für Schritt.

1) E-Rechnung: Empfang jetzt, Versand stufenweise – was das für Sie im Jahre 2026 konkret heißt

Warum es wichtig ist: Seit 01.01.2025 müssen Unternehmen E-Rechnungen im EN-16931-Format empfangen können. Für das Versenden gibt’s Übergangsfristen – 2026 ist ein Übergangsjahr, 2028 wird’s für (fast) alle verpflichtend.

Was tun bis 2026:

  • Sicherstellen, dass Sie E-Rechnungen empfangen, lesen und rechtskonform archivieren (XML bleibt das Original!).
  • Mit Steuerberatung/Softwarehaus klären, ab wann Sie selbst E-Rechnungen versenden (abhängig von Übergangsregeln/Größe).
  • Lieferanten bitten, konsequent E-Rechnung zu schicken; interne Prozesse (Einkauf/Buchhaltung) anpassen.
  • Schulung für Team: Unterschied E-Rechnung ≠ PDF.
    Quellen: BMF-FAQ & Behörden/Verbände mit Zeitplan. DATEV+3Bundesministerium der Finanzen+3IHK München+3

 2) Digitale Barrierefreiheit: Website/Online-Buchung BFSG-fit machen

Warum es wichtig ist: Das Barrierefreiheits­stärkungs­gesetz (BFSG) setzt den European Accessibility Act um. Für relevante digitale Dienstleistungen (z. B. Online-Buchung, Zahlungsstrecken) gelten seit 28./29.06.2025 verbindliche Anforderungen.
Was tun bis 2026:

  • Website, Buchungsstrecke & Bezahlung auf Barrierefreiheit prüfen (Kontrast, Tastaturbedienung, Alternativtexte, klare Fehlermeldungen).
  • PDF-Speisekarten & Zimmerinfos barrierefrei bereitstellen (oder in HTML umziehen).
  • Im Angebotstext klare, einfache Sprache und sichtbare Fokuszustände verwenden.
  • Einen kurzen „Barrierefrei“-Hinweis mit Kontakt für Hilfebedarf anlegen.
    Quellen: offizieller Info-Hub der Bundesregierung zum BFSG; ergänzend Überblicksseite. barrierefreiheit-dienstekonsolidierung.bund.de+1

 3) Preise 2026: 7 % auf Speisen, 19 % auf Getränke – Karte & Frühstück sauber trennen

Warum es wichtig ist: Ab 01.01.2026 sollen Speisen in der Gastronomie dauerhaft 7 % Umsatzsteuer haben; Getränke bleiben 19 %. Frühstück im Hotel entsprechend trennen (Speisen vs. Getränke).

Was tun bis 2026:

  • Zwei Kalkulationen prüfen (2025 vs. 2026) und Speisenthemen ggf. sichtbar entlasten (oder Leistung aufwerten).
  • Frühstück: in Rechnung/Artikelstamm Speisen/Getränke trennen.
  • Karten bereinigen (Renner stärken, Ladenhüter raus) und Änderungen ehrlich erläutern.
    Quelle: Bundesregierung zum Steueränderungsgesetz 2025 (USt-Satz ab 2026). Bundesregierung+1

 4) Mindestlohn steigt 2026/27: Personalkosten & Dienstpläne anpassen

Warum es wichtig ist: Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 01.01.2026 auf 13,90 € und zum 01.01.2027 auf 14,60 €. Das wirkt direkt auf Kalkulation, Dienstpläne und Preispunkte.

Was tun bis 2026:

  • Stunden- und Zuschlagsmodelle prüfen, Pausen/Schichtlängen entzerren.
  • Speisen/Angebote mit hohem Arbeitsaufwand vereinfachen oder höher bepreisen.
  • Team informieren, Aushänge/Lohnabrechnung anpassen.
    Quellen: BMAS-Mitteilung, ergänzend Agenturmeldungen. BMAS+1

 5) Kasse: Meldepflicht im Griff behalten (Neugeräte ab 07/2025 binnen 1 Monat)

Warum es wichtig ist: Seit 2025 gilt die Meldepflicht für elektronische Aufzeichnungssysteme (Kasse/TSE). Vor dem 01.07.2025 angeschaffte Systeme mussten bis 31.07.2025 gemeldet werden; Neugeräte ab 01.07.2025 jeweils innerhalb eines Monats.

Was tun bis 2026:

  • Prüfen, ob alle Geräte/Filialen gemeldet sind (inkl. Außerbetriebnahmen).
  • Routine einführen: Bei Neuanschaffung sofort Meldung (ELSTER-Prozess).
  • Belege/Exports (DSFinV-K/TSE) regelmäßig testen.
    Quellen: IHK/Steuerinfos zur Kassenmeldepflicht. Industrie- und Handelskammer+1

 6) Hotelmelderecht: Deutsche Gäste ohne papierhaften Meldeschein

Warum es wichtig ist: Seit 01.01.2025 entfällt der Meldeschein für deutsche Staatsangehörige. Prozesse an Rezeption/PMS können verschlankt werden; für Nicht-Deutsche bleibt die Pflicht bestehen.

Was tun bis 2026:

  • PMS-Workflow anpassen (keine Papierzettel für deutsche Gäste).
  • Hinweise/Schulung fürs Team; Check-in-Texte aktualisieren.
  • Datenschutz: Nur notwendige Daten erheben/aufbewahren.
    Quellen: IHA-FAQ (PDF) & DEHOGA-Hinweis. Hotelverband Deutschland

 7) Buchungsmaschine (IBE): Verfügbarkeiten/Raten 2026 wirklich öffnen

Warum es wichtig ist: Viele Häuser vergessen, langfristige Raten/Restriktionen für das Folgejahr zu aktivieren – dann bucht niemand direkt.

Was tun bis 2026:

  • Kalender 2026 komplett freischalten (inkl. Arrangements/Packages).
  • Sperrfristen/Mindestaufenthalte realistisch setzen (Feiertage, Messen).
  • Direktbucher-Vorteile definieren (z. B. Late-Check-out nach Verfügbarkeit).
  • Preislogik an Wochenrhythmus anpassen (Business/Leisure).
    (Hinweis: rechtlich nicht heikel; operativer Best-Practice-Punkt.)

 8) Direktbuchung stärken: DMA schafft Spielraum – Parität ade

Warum es wichtig ist: Booking.com ist nach DMA (Digital Markets Act, ein EU-Gesetz zur Regulierung großer digitaler Plattformen („Gatekeeper“) für fairen Wettbewerb) Gatekeeper; Paritätsklauseln (gleicher Preis überall) sind untersagt. Sie dürfen auf der eigenen Website bessere Preise/Vorteile bieten.

Was tun bis 2026:

  • Mitgliederrate/Direktrate mit kleinem Vorteil, z.B. 5 % – 10 %, anbieten.
  • Website-Botschaft klar platzieren („Direktbuchen zahlt sich aus!“).
  • Kanalmix steuern: erst Direktkanal, dann OTA für Rest.
    Quelle: EU-Kommission/Digital Strategy zum DMA-Status von Booking. Digitale Strategie Europas

 9) Angebote 2026: Saisonpläne & Pakete jetzt festzurren

Warum es wichtig ist: Wer Packages (z. B. „3=2“, E-Bike-Bundle, Familienwochenende) früh anlegt, füllt schwache Zeiten.

Was tun bis 2026:

  • Saisonkalender (Ferien/Messen) in PMS/IBE hinterlegen.
  • 3–5 Pakete definieren (klarer Nutzen, klarer Preis).
  • Fotos & Texte schlank, buchbar mit 1–2 Klicks.
  • Newsletter-Strecke: Ankündigung → Last-Minute → „Danke, bis bald“.

 10) Instagram/Meta-Ads: lokal, lesbar, messbar

Warum es wichtig ist: au „Beitrag bewerben“ zu klicken,  streut unnötig Geld; lokal saubere, von Profis gesteuerte Kampagnen bringen Gäste.

Was tun bis 2026:

  • Professionelle Social Media Spezialisten (wie z.B. auf HoGa-Netz) kontaktieren
  • Motive: Außenaufnahme oder bestes Tellerfoto; kein Word-Menü-Scan.
  • Zeitfenster: Kampagnen nur zu Öffnungszeiten; 2 Motive testen, Gewinner behalten.
    (Hinweis: operativer Best-Practice-Punkt; rechtlich unkritisch.)

 11) Einkauf & Verträge: 2026-Preise früh sichern

Warum es wichtig ist: Höherer Mindestlohn/Wareneinsatz trifft Margen.

Was tun bis 2026:

  • Rahmenpreise für Top-Artikel anfragen (Kaffee, Mehl, Fleisch, Energie).
  • Alternativen (z. B. Hauslimonaden/Infused Water) mit besserer Marge planen.
  • Portionsgrößen/Beilagen optimieren und klar kommunizieren.
  • von günstigen Preisen und Rückvergütungen in Einkaufsnetzwerken profitieren.

 12) Hygiene & Dokumentation: Routinen schlank halten

Warum es wichtig ist: Prüfungen kommen unangekündigt; schlanke Abläufe sparen Zeit.

Was tun bis 2026:

  • Digitale Checklisten für Reinigungs-/Kühlprotokolle.
  • Allergen-Infos aktuell halten (Website & Karte).
  • Lieferdokumente (E-Rechnung!) sauber ablegen.

 13) Team & Kommunikation: kurz, ehrlich, überall gleich

Warum wichtig: Gäste akzeptieren faire Preise, wenn sie den Grund kennen.

Was tun bis 2026:

  • Einheitliche Kurztexte für Karte, Website, Tischaufsteller: „Wir kochen frisch, zahlen fair, planen klar.“
  • Mitarbeiter-Briefing zu Preis-/Steuer-Änderungen (Fragen & Antworten).
  • Beschwerde-Leitfaden: freundlich, lösungsorientiert, kurz.